Get Serious, Get Nilson

Knast ist hygienisch und Hammer Wochenende

“Don’t drop the soap” war einer der wenigen Ratshlaege, die wir bekommen haben bevor wir das Coastal State Prison in der Naehe von Savannah betreten haben. Am Donnerstag hatte mein Intro into American Legal System Kurs einen Tagesausflug zu eben diesem Knast unternommen. Voll des Mutes ging es im gelben Bus zum Gefaengnis. Begruesst wurden wir von einem Zaun mit Rasierklingen und einem Kel mit nem schoenen Maschinengewehr. Nachdem unsere Ausweise eingesammelt waren konnten wir dann die gute Stube betreten. Ich war Visitor 13 und war mir nicht so sicher, ob ich das als gutes Omen sehen sollte, oder eben nicht. Nach einer kurzen Einfuehrung in die Statuten wurde unsere Fuehrung, abgesichert von zwei ollen Knackern mit je 2 zwei Pistolen am Guertel, gestartet. Dort ging es dann erstmal zu dem Bereich in dem die neuen Haeftlinge willkommen geheissen werden. Das bedeutet nicht viel mehr als angebruellt, niedergemacht und “entlaust” zu werden. Danach kriegen sie dann noch ne schoene Rasur, damit alle den tollen Einheitslook haben. Danach ging’s dann in die Gebaeude wo die Inhaftierten wohnen duerfen. Zuerst ging’s in den Gruppenzellen-Trakt. Bis zu 30 Leute in einem Raum, der aus nicht mehr als einem Dobbelstockbett neben dem anderen besteht ist schon was feines. Hier ist vielleicht anzumerken, dass das Coastal Prison ein Gefaengnis fuer Schwerverbrecher ist. Neben den ueblichen Dieben kann man dort auch einige Kindesschaender und Moerder vorfinden. Allerdings erwarten die Verantwortlichen des Knastes, dass bis zu 5% Prozent der Gefangenen unschuldig sind. Zu meiner Ueberraschung, und anders als im Fernsehen, war das Gefaengis enorm sauber. Schon regelrecht Krankenhaus sauber. Macht aber auch Sinn, denn man will ja keine Krankheiten verbreiten. Danach ging’s dann zum Lockdown-Trakt in den die Leute kommen, die sich waehrend der Inhaftierung beschissen auffuehren. Ein Besuch im Trakt fuer die Leute, die besonderes Schutz brauchen und dann ging’s zu dem meistgefuerchteten Teil der Fuehrung. Der Besuch bei den Mental-Gestoerten. Es ging zu den Leuten, denen man nur in’s Gesicht gucken musste und man schon das Gefuehl hatte, dass sie einen missbrauchen wollen. Dort waren wir dann aber auch schon schnell wieder raus und sie haben auch nu rein einziges Mal uns nachgepfiffen ^^.
Nach diesem Erlebnis sind wir dann erstmal zu Subway und ich hab mir ein Chicken Teriyaki gegoennt. Natuerlich keine halbe Nummer, sondern die dicke Kombo. Nach ca. 6 Refills Coke ging es dann schlussendlich zurueck zur Schule und der Ausflug war finito.
Aber was waere ein Mammut-Beitrag ohne einen zeiten Akt?
Am Freitag ging es fuer mich naemlich direct nach der Schule zur Interact-Konferenz in Sumter. Das war eine Gaudi sag ich euch. Interact ist eine Vereinigung von Rotary fuer High School Schueler. Das ist in Clubs organisiert und man macht dann soziale Aktivitaeten. Spenden sammeln, etc. Meine Schule hat keinen Interact Club, aber da Rotary ja meinen Austausch sponsored, mussten alle Austauschschueler da hin. Hin ging’s ohne groessere Probleme. Nach einer 3 stuendigen Fahrt und 2 Starbucks-Stops spaeter hatten wir unser Ziel erreicht. Sumter High School und die geraeumige Turnhalle luden zu 2 Uebernachtungen ein. Nach ner ordentlichen Ladung Pizza wurden dann alle Anwesenden begruesst und der Rest des Abends, bzw. der Nacht hatten wir Freizeit. Ich hing hauptsaechlich mit Leuten von Beaufort High rum. Beaufort ist 20 Minuten von Bluffton entfernt und von daher fast mein Wohnort. Nach mehr oder weniger keinem Schlaf, begann der Samstag mit einem vernuenftigen Fruehstueck. Mitten im Verdauungsvorgang wurde meine Ruhephase beendet und wir durften raus, um uns Schlangen und Leguane anzugucken. Das war eigentlich ganz gut, auch wenn etwas schwierig wenn ca. 100 Leute versuchen den Kram zu sehen. Zum Mittag gab’s dann lecker Hot Dogs und Hamburger. Danach war ein Besuch beim Altenheim angesagt, wo wir Bete von Unkraut befreit haben. Das war auch ein Spass. Aber wie gesagt: Interact ist sozial. Den Rest des tages haben wir dann wieder rumhaengender Weise verbracht. Basketball war wohl #1 Choice. Am Abend gab’s Bar-B-Q-Chicken und dann wurde weiter gegammelt. Ja, es war schon spassig. Am Sonntag war dann alles vorbei und wir haben Sumter um 12 wieder verlassen. Wieder 3 Stunden fahrt aber diesmal nur 1 Starbucks-Stop und ich war wieder zu Hause. Ziemlich muede, hab ich dann einfach nur noch geschlafen und so war mein Wochenende auch schon wieder rum.
Aus und vorbei...
Later dawgs

13.2.07 22:06

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